Schluss mit Atomanlagen und Uranfabriken! Schluss mit Lingen und Gronau! Keine neuen AKWs! Atommüllendlagersuche: Granit muss raus! Atomwaffensperrvertrag unterzeichnen! Erneuerbare wieder fördern! 32. Jahrestag des Tschernobyl-SuperGAUs Mahnwache 21.04.2018 Weiden Oberer Markt

21. April 2018 · publiziert von


Pressebericht Tschernobyl Mahnwache 22.04.2018

32Jahre SuperGAU Tschernobyl –  Mahnwache am Samstag in Weiden – Gedenkminuten für die Opfer
Schluss mit Atomanlagen und Uranfabriken! Schluss mit Lingen und Gronau! Keine neuen
AKWs! Atommüllendlagersuche: Granit muss raus! Atomwaffensperrvertrag unterzeichnen! Erneuebare wieder fördern!

32 Jahre nach dem SuperGAU im ukrainischen Tschernobyl, dessen radioaktive Wolke schlagartig den Alltag auch in Bayern veränderte: Verstrahlte Gärten, Äcker, Spielplätze…Was können wir noch essen, wo, wie lange kann man sich im Freien aufhalten?Das waren von heut auf morgen die Fragen des Alltags. Becquerel und Cäsium 137 waren die neuen Worte des Alltags. Nach 30 Jahren 2016 – reduzierte sich die Cäsium-137-Strahlung, um die Hälfte. Nach weiteren 30 Jahren wiederum um die Hälfte usw. Bei Plutonium-239, auch das war freigesetzt worden, spricht man von einer Halbwertszeit von 24 000 Jahren..…

„Wir wollen heute wie in den vergangenen Jahren den Opfern der Katastrophe gedenken. Den vielen jungen Männern, die bewusst als sogenannte Liquidatoren in den Tod geschickt wurden. Den Bewohnern der Umgebung, die erst Tage nach der Katastrophe informiert wurden und sich nicht schützen konnten. An alle Menschen – auf der ganzen Welt, denen die Strahlenbelastung durch den SuperGAU Krankheit und Tod brachte. Wir alle sind durch den Fallout auf Lebenszeit kontaminiert – Angaben zur 50-Jahre-Landzeitexposition machen das eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat sowie die Gesellschaft für Anlagen und Reaktorsicherheit (GRS) ,“  erklärt Hilde Lindner-Hausner, Bürgerinitiative gegen atomare Anlagen Weiden-Neustadt/WN.

Es muss keinen weiteren SuperGAU geben, der uns bewegt, den Atomausstieg Wirklichkeit werden zu lassen – es liegt in unserer Hand, jetzt weltweit zu handeln: Schluss mit Atom – Atomanlagen,  Uranfabriken in Lingen und Gronau abschalten – Keine neue AKWs!, fordert die BI-Sprecherin.

Tschernobyl heute: Arbeiter treffen auf Reisenden (Quelle: https://tschernobyl-info.de)
Bis zu 3000 Arbeiter waren zum Bau der neuen Schutzhülle täglich zur Sperrzone gebracht worden – jedoch auch zur Bergung hunderttausende Kubikmeter radioaktiven Mülls. Heute treffen auf Reisende, Interessierte, Abenteurer, Touristen, die es sich trotz der schrecklichen Vergangenheit auf sich nehmen, die Zone zu bereisen.

Interessanter Fakt: (Quelle: https://tschernobyl-info.de)
Bei einem einen Tag dauernden Aufenthalt in der Zone ist die Strahlenbelastung genau so hoch wie bei einem einzigen Transatlantik-Flug. Längere Aufenthalte werden jedoch trotzdem nicht empfohlen, da die Strahlenbelastung dennoch stark schwanken kann, zudem stellen Hot Spots eine tödliche Gefahr dar. Gerade die Hot Spots sind stärker verseucht und werden es noch einige hundert Jahre bleiben.


Bevor sich die Versammlungsteilnehmer zum gemeinsamen Innehalten im Gedenken an die Opfer des SuperGAUs um ein Grablicht versammeln, gibt Dr. Christoph Schrems von IPPNW Weiden (Internationale Ärzte zur Verhinderung eines Atomkrieges) einen Überblick zum Hergang der Katastrophe vor 32 Jahren und zur heutigen Situation der Atomanlagen und nuklearen Waffen und schließt mit der Forderung an die Politik: „Legen Sie die Atomkraftwerke und Atomfabriken endlich still!
Halten Sie sich ans Völkerrecht und unterzeichnen Sie den UN- Verbotsvertrag für Atomwaffen und sorgen Sie dafür, dass die Atomwaffen endlich von Deutschlands Boden verschwinden!Fördern Sie wieder verstärkt die Energiewende, um den ohnehin nicht mehr erreichbaren Klimazielen wenigstens einigermaßen nahe zu kommen!“

 

Am Infostand gab es auch Information zur Atommüllendlagersuche – Granit ist eines der drei Wirtsgesteine, die laut Endlagersuchgesetz in Frage kommen.  Bereits am kommenden Dienstag findet im Weidener Hotel Post in der Bahnhofstraße um 20 Uhr eine Veranstaltung zum Thema mit der Forderung Granit raus aus der Enlagersuche statt.

Gemeinesames Gedenken für die Opfer der Katastrophe
geplant:  Weiden Oberer Markt  10 – 12 Uhr  Infotisch

Gedenkminuten 10.50 Uhr
    

Veranstaltungsdetails:

  • Datum: 21. April 2018
  • Beginn: 10:00 Uhr
  • Ort: Weiden Oberer Markt

Tags: Aktuell · Veranstaltungen