Störfall in Deutschlands größtem Kernkraftwerk: Block C in Gundremmingen war undicht – die Fakten veröffentlichen!

11. Dezember 2012 · publiziert von

Diese Meldung über den Unfall ging gestern durch die Nachrichten – Eine Gefährdung für soll, wie fast immer,  laut RWE weder für Beschäftigte, noch für die Bevölkerung bestanden haben.

Laut contratom handelte es sich um „eine Tropfleckage an einem Messstutzen unterhalb des Reaktordruckbehälters. Also am Hauptkreislauf, der mit einem Druck von 70 Bar und einer Temperatur von über 200° Celsius arbeitet.

Da die veralteten Siedewasserreaktoren im Unterschied zu den später üblichen Druckwasserreaktoren zwar billiger waren aber nur einen Hauptkreislauf haben, ist das Wasser in diesem Hauptkreislauf radioaktiv. Noch können Außenstehende die Gefahr dieses Störfalls nicht beurteilen. Man muss aber daran erinnern, dass das AKW Gundremmingen als gefährlichstes AKW Deutschlands gilt. Denn es wird mit den letzten zwei von früher mal neun deutschen Siedewasserreaktoren betrieben.

Die Gundremminger Siedewasserreaktoren sind die letzten von der Baulinie 72, sind kaufmännisch abgeschrieben und seit 28 Jahren in Betrieb. Baulinie 72 bedeutet, dass sie zu einer Zeit konstruiert wurden, als beispielsweise Deutschlands meist produziertes Auto der VW-Käfer war. Auch diese Gundremminger Reaktoren haben wegen ihrer übergroßen Risiken keine ausreichende Haftpflichtversicherung.

Nachdem das AKW Gundremmingen seit über zwei Jahren eine Ursachenerklärung für die Häufung von undichten Spaltelementen schuldig ist, verlangen wir, dass die Erklärung für diese Leckage unter dem Reaktordruckbehälter baldmöglichst veröffentlicht wird.„(der Forderung kann man sich nur anschließen)

s. auch
http://www.contratom.de/2012/12/10/storfall-in-deutschlands-grostem-kernkraftwerk-block-c-in-gundremmingen-war-undicht/ 
hier eine Übersichtskarte von „ausgestrahlt“
Gundremmingen ist nur etwas mehr als 170 km von uns entfernt!

Tags: Aktuell