Fw: Atom- und Klimagefahren eindämmen!

10. Mai 2013 · publiziert von

Von: „Raimund Kamm“ <r.kamm@anti-akw.de>
An: „Raimund Kamm“ <r.kamm@anti-akw.de>
Betreff: Atom- und Klimagefahren eindämmen!
Datum: Fri, 10 May 2013 01:30:36 +0200
Atom- und Klimagefahren eindämmen!
Liebe Freundinnen und Freunde
im FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.!
Heute Abend werden wir uns in Dillingen zur Jahreshauptversammlung 2013 treffen. www.atommuell-lager.de/aktuell_termine.php [1] Wir werden über die Gefahren des AKW Gundremmingen und des dort lagernden Atommülls sprechen. Dabei sollten wir nicht aus dem Auge verlieren, dass auch die nach menschlichem Empfinden schleichende und nach erdgeschichtlichen Maßstäben rasende Erderwärmung unseren Nachkommen voraussichtlich riesige Probleme bescheren wird. Die gesunkene Bereitschaft, gegen diesen schnellen Klimawandel anzugehen, hat auch fatale Auswirkungen auf die erstrebte Energiewende. Konkret sieht man das bei den ins Stocken geratenen Plänen, in Leipheim ein modernes Gaskraftwerk (in GuD-Technik) zu bauen. Dazu in ein paar Tagen mehr.
Hier aus der Süddeutschen Zeitung Auszüge aus einem Interview mit Prof. Lutz Wicke, der übrigens auch einmal Umweltstaatssekretär der CDU in Berlin war:
9.5.13 www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-die-nachfolgenden-generationen-werden-uns-klimaforscher-verfluchen-1.1668377 [2]
Klimawandel
„Die nachfolgenden Generationen werden uns Klimaforscher verfluchen“
Von Markus C. Schulte von Drach
Nach dem Petersberger Klimadialog hat Umweltminister Peter Altmaier versucht, Optimismus zu verbreiten. Lutz Wicke sieht dazu keinen Anlass. Für ihn befinden wir uns in einer „absolut verzweifelten Situation“. …

Süddeutsche.de: Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat erklärt, man sei sich einig, dass alle Staaten die Emissionen stärker reduzieren müssen, um eine Erderwärmung von mehr als zwei Grad Celsius bis 2100 zu verhindern. Gibt es einen Grund zum Optimismus?
Lutz Wicke: Überhaupt nicht. Die Klimapolitik ist in einer absolut verzweifelten Situation. Wir müssen damit rechnen, dass die Temperatur stärker steigt, selbst wenn alle bisher vereinbarten Maßnahmen umgesetzt würden. Ein neuer Klimavertrag könnte die allerletzte Chance sein, wirklich noch etwas für den Klimaschutz zu stemmen. Aber weder die Politik, noch die Klimawissenschaft haben es geschafft, die bisherigen Abkommen auf die Konstruktionsfehler hin zu analysieren, noch vernünftige Vorschläge zu diskutieren, wie sich die Erderwärmung [3] doch noch bremsen ließe.
Schon eine Erderwärmung um zwei Grad soll dramatische Folgen haben, mehr Dürren, mehr Stürme, mehr Hunger, mehr Flüchtlingsströme …
Und wenn es weltweit im Schnitt vier Grad werden, bedeutet das etwa für die Mittelmeerregion eine Erhöhung von acht Grad. Dann haben wir dort im Sommer Hitzewellen wie in der Sahara. Die Lebensräume von Milliarden Menschen werden zerstört.

Überraschend, was der Chef von Eon, Johannes Teyssen, vor knapp zwei Wochen gesagt hat, als im Europaparlament mit den Stimmen aller FDP- und der meisten CDU/CSU-Abgeordneten die Sanierung des Emissionshandels abgelehnt wurde:
27.4.13 www.sueddeutsche.de/wirtschaft/2.220/scheitern-des-emissionshandels-eon-chef-warnt-vor-kollaps-der-klimapolitik-1.1660183 [4]
Scheitern des Emissionshandels
Eon-Chef warnt vor Kollaps der Klimapolitik
Vom Vorbild zum „Mogler“: Eon-Chef Teyssen greift Europas Politiker nach dem Scheitern des Emissionshandels scharf an. Jeder, der erzähle, Europa sei Vorreiter beim Klimaschutz, solle sich schämen.
Nach dem Scheitern einer Reform des europäischen Emissionshandels [5] schlägt Deutschlands einflussreichster Strommanager Alarm. Europa sei beim Klimaschutz vom Vorbild zum „Mogler“ mutiert, warnt Eon-Chef Johannes Teyssen [6] im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Ohne strengere Klimaziele drohe eine Dekade des Stillstands im Kampf gegen die Erderwärmung.
Als erster Dax-Manager beklagt Teyssen damit das Einknicken der Politik: „Wir geben eine lächerliche Figur ab. Eigentlich sollte sich jeder Politiker, der bei Sonnenschein erzählt, Europa [7] sei Vorreiter beim Klimaschutz, schämen. Das ist ein Witz.“
Eine Verschärfung des Emissionshandels [8] war Mitte April am Veto des Europaparlaments gescheitert. Teyssen, dessen Konzern zuletzt Milliarden in den Aufbau grüner Stromkapazitäten investiert hatte, fürchtet deshalb jahrelange Verzögerungen beim grünen Umbau von Europas Wirtschaft. Ringe sich Europa nicht doch noch zu einer Reform durch, blieben die Verschmutzungsrechte spottbillig. Die Folge: Investitionen in sauberes Wirtschaften rentierten sich nicht mehr.
„Geld fließt wieder in eine Wirtschaft, die eigentlich bald Geschichte sein sollte“, sagt Teyssen. „Der europäische Emissionshandel ist ein todkranker Patient. Entweder therapieren wir ihn jetzt schnell, oder er stirbt. Und das hätte nicht nur für den Klimaschutz kaum absehbare negative Folgen.“
Den Umbau der Energiebranche in Deutschland [9] sieht der 53-Jährige erst am Anfang. „In unserer Branche bleibt gerade kein Stein auf dem anderen. Unser Geschäft wird sich in den nächsten Jahren weiter drastisch ändern.“ Neue Technologien kämen in rasantem Tempo auf, das Kundenverhalten wandele sich radikal.
Unsere Bürgerinitiative versucht, hier in Schwaben auf die Europaabgeordneten einzuwirken, dass sie doch noch für die Sanierung des Emissionshandels stimmen.
Freundliche Grüße!
Raimund Kamm (Vorstand)
FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager
und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.
Augsburg – Dillingen – Günzburg – Heidenheim – Ulm
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Links: —— [1] www.atommuell-lager.de/aktuell_termine.php [2] www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-die-nachfolgenden-generationen-werden-uns-klimaforscher-verfluchen-1.1668377 [3] www.sueddeutsche.de/thema/Erderw%C3%A4rmung [4] www.sueddeutsche.de/wirtschaft/2.220/scheitern-des-emissionshandels-eon-chef-warnt-vor-kollaps-der-klimapolitik-1.1660183 [5] www.sueddeutsche.de/wirtschaft/emissionshandel-desaster-fuer-den-klimaschutz-in-europa-1.1650748 [6] www.sueddeutsche.de/thema/Johannes_Teyssen [7] www.sueddeutsche.de/thema/Europa [8] www.sueddeutsche.de/thema/Emissionshandel [9] www.sueddeutsche.de/thema/Deutschland [10] www.atommuell-lager.de [11] www.facebook.com/pages/FORUM-gemeinsam-gegen-das-Zwischenlager-eV/152276034836072 [12] mailto:r.Kamm@anti-akw.de

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